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Förderkreis Hilfe für strahlen-

in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Köpenick, vertreten durch den Förderverein Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick e. V.

geschädigte belarussische Kinder

     
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Jahresbericht 2016

 

 

 

 

 

1986 bis 2016 - 30 Jahre Tschernobyl, 25 Jahre Förderkreis, 5 Jahre Fukushima

 

 

Alles keine Feiertage sondern eher (Ge)Denktage und erneut ein Jahr in Aktion.
Swetlana Alexijewitsch, die belarussische Literaturnobelpreisträgerin 2015, zitiert in ihrem Buch „Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft“ (2006) einen Jungen nach der Reaktorkatastrophe:

 

 

 

 

 

„Wir haben meinen Hamster zu Hause gelassen. Eingesperrt. Einen kleinen weißen. Wir haben ihm für 2 Tage Futter hingestellt – und sind für immer gegangen.“
Im Gegensatz zu dem Hamster wird der Junge eventuell noch leben, wenn er nicht zu den 2,6 Mio. von der Tschernobylkatastrophe Betroffenen in Belarus gehört, möglicherweise zu den 800.000 verstorbenen Kindern. Angenommen er lebt. Dann ist er wie viele der um 1986 im Katastrophenjahr Geborenen jetzt im zeugungsfähigen Alter. Wie die gleichaltrigen Mädchen jetzt Mütter sein können.
Der lange Einstieg soll mit einigen Fakten zur auch nach 25 Jahren notwendigen Existenz des Förderkreises hinführen.

 

 

 

 

 

Die letzten Studien des IPPNW von 2016 bzw. 2011 weisen nach:
- dass es nach einer gewissen Stagnation in der Zeit von 5-10 Jahren nach 1986 wieder zu einer Zunahme von Krebs- und Nichtkrebserkrankungen kommt und
- dass außerdem die bislang unterschätzte kurzwellige Niedrigstrahlung organische Fehlbildungen, auch Herzfehlbildungen, genetische Veränderungen, Tot- und Fehlgeburten sowie damit verbunden angestiegene Suizidzahlen bewirkt.
Der anfangs erwähnte Junge kann das gesundheitliche Risiko als „Erbe“ weitergeben. Angesichts der erwähnten Fakten rechnen Wissenschaftler mit weiteren 10 Generationen Betroffener. Auch deshalb gibt es den Förderkreis noch.

 

 

 

 

 

Auch 2016 war das Jahr eines dreiwöchigen Erholungsaufenthaltes für sozial schwache behinderte und nicht behinderte belarussische Kinder im polnischen Kinderkurort Rabka Zdrój nahe Zakopane. Aus Berlin waren für eine Woche 8 Personen mit vielen kreativen Angeboten dabei. Erstmalig auch Katharina, die darüber u.a. berichtet:
„Mich persönlich hat am meisten die Herzlichkeit der Kinder bewegt, die mich immer wieder gerne bei den abendlichen Aktionen in ihrem Kreis dabei haben wollten. Viel Freude hatte ich dabei die Kinder beim Basteln zu unterstützen. Auch mein „Job“ als Paparazzi mit vielen tollen Erinnerungsfotos war für mich ein schönes Erlebnis.“

 

 

 

 

 

Dass der Projektbereich Herzoperation durchaus als lebensrettende Maßnahme gelten kann, ist für 2016 an drei Menschen ablesbar. Dima, das erste der inzwischen 50 herzoperierten Kinder, dessen Eltern beide an Krebs starben, war zum zweiten Mal als Betreuer beim Erholungsaufenthalt dabei. Im Rahmen unseres medizinischen Projektbereiches werden die Nachuntersuchungen und eventuelle Zweitoperationen bis zum 18. Lebensjahr übernommen. In diesem Zusammenhang fanden in Kraków Nachuntersuchungen von Vladislava N. und Vladislav S. mit guten Resultaten statt.

 

 

 

 

 

Der auf nachhaltige Veränderungen in Belarus ausgerichtete Projektbereich ist die Behindertenarbeit mit inzwischen 10 abgeschlossenen Kooperationsprojekten und einem neuen in der Antragsphase befindlichen.

Mit dem Titel „Jeder hat das Recht zu sein, wie er ist“ erschien im Rahmen unseres bis Ende März 2016 beendeten und vom Förderprogramm Belarus geförderten Projektes die letzte von insgesamt vier Nummern der Fachzeitschrift „Обычные Люди“ (dt. „Normale Menschen“). Neben Beiträgen über den staatlichen Sozial-Auftrag, einen wichtigen gesetzlichen Mechanismus zur staatlichen (Teil-)Finan-zierung sozialer Dienstleistungen, die von nichtstaatlichen Trägern erbracht werden enthielt die Nummer einen Artikel aus Tschechien über das "community planning", der ebenfalls auf die Erbringung sozialer Dienstleistungen fokussiert, über Erfahrungen beim Einsatz von Leichter Sprache, z. B. in Deutschland, über den Übergang von der Schule ins Erwachsenen-Leben und andere...

 

 

 

 

Lesen Sie hier den kompletten Jahresbericht im pdf-Format

 

 

 

 

Alle Jahresberichte und weitere Texte und finden Sie hier.

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Leider ist der FSK auch noch 30 Jahre nach der Tschernobylkatastrophe notwendig  

 

   

Fragen haben Bedeutung um die Notwendigkeit von Antworten zu erkennen. Mitunter werden wir zur Notwendigkeit der Weiterführung unserer Projektarbeit befragt. Hier einige Fakten, die dagegen sprechen die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zu einem "musealen Ereignis" zu machen, wie es der belarussische Präsident Alexander Lukashenka nannte.

Die letzten Studien des IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.) von 2016 bzw.2011 weisen mittels vieler Untersuchungsergebnisse folgendes nach:

 

 

   

 

Neben der Zunahme von Schilddrüsenkrebs, Hirntumoren und Leukämien bei Kindern in Belarus kommt es auch zu signifikanten Anstiegen anderer Krebsarten (z.B. Haut, Nieren, Darm, Knochenmark, Brust).  

 

   

 

„Es findet sich zudem ein deutlicher Anstieg von Nichtkrebserkrankungen.“ Dieser Anstieg ist sogar höher als der von Krebserkrankungen. Dazu gehören Herzinfarkte, Schlaganfälle, „Veränderungen der Blutzellen mit daraus resultierender Abwehrschwäche sowie Lungenerkrankungen.“ Bei Kindern und Jugendlichen ist eine Zunahme von Diabetes I zu verzeichnen.  

 

   

 

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass die Gefahr von kurzwelliger Niedrigstrahlung völlig unterschätzt wurde. Durch ihren verheerenden Einfluss stellen sich erbgutschädigende Effekte ein wie organische Fehlbildungen, auch Herzfehlbildungen, genetische Veränderungen, Tot- und Fehlgeburten, ein weiteres Problem ist ein verschobenes Geschlechterverhältnis zu Ungunsten der Mädchen, da „weibliche Embryos sehr strahlenempfindlich sind.“  

 

   

 

Am stärksten betroffen ist die Zahl der ca. 830.000 Liquidatoren und ihrer Kinder.
Inzwischen ist die Generation der im Katastrophenjahr 1986 Geborenen im zeugungs- und gebärfähigen Alter und gibt das gesundheitliche Risiko als „Erbe“ weiter. Angesichts der langen Halbwertzeiten (z.B. Plutonium 24.000 Jahre) rechnet die Wissenschaft mit Beeinträchtigungen von weiteren 10 Generationen.
 

 

   

 

Warum ist dies so wenig publik gemacht? Die dafür zuständige Weltgesundheitsorganisation (WHO) der UN ist durch sogenannte Knebelverträge an die Geldgeber, im hohen Maße ist das die Internationale Atomenergiebehörde IAEO, eine Lobbyorganisation der Atomindustrie, gebunden. Sie darf nichts ohne deren Zustimmung veröffentlichen. Dadurch wird nicht nur die Veröffentlichung der Erkrankungsraten unterdrückt sondern z. B. auch die Suizidzahlen, die sich auch aus den Tschernobylfolgen ergeben.  

 

Rose Braun (wörtliche Zitate des IPPNW sind kursiv gehalten)

 
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Bundesverdienstkreuz für Rose und Joachim Braun  

 

   

 

Für ihre langjährige und prägende, ehrenamtliche Mitgestaltung der Aktivitäten unseres Förderkreises verlieh Bundespräsident Gauck den Eheleuten Rose und Joachim Braun im Juli 2015 das Bundesverdienstkreuz.

Überreicht wurden den Beiden die hohen staatlichen Ehrungen durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, am 19. Oktober 2015 in dessen Amtszimmer im Berliner Roten Rathaus.
 

 

   

 

Michael Müller hob in seiner kurzen Rede unmittelbar vor Überreichung der Orden seine Anerkennung und Bewunderung für das respektvolle und partnerschaftliche Engagement der beiden Geehrten in der Zusammenarbeit mit polnischen und belarussischen Akteuren hervor.

Mit ihren Dankesworten wies Rose Braun einerseits auf die historische Dimension der langjährigen Kontakte zwischen Einzelpersonen und Organisationen in Belarus, Polen und Deutschland hin. Darüber hinaus richtet sich die mit den Orden verbundene Anerkennung ihren Worten nach auch an die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer sowie an alle Mitarbeitenden des Förderkreises.

Auf Wunsch von Rose und Joachim Braun nahmen mehrere Mitarbeiter des Förderkreises sowie einige Vertreter der Evang.-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Köpenick und Familienmitglieder an der Ehrung teil.
 

 

   

 

 

 

   

 

Hier finden Sie weitere Bilder von der Verleihung

 
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Grußkarten jetzt erhältlich  

 

   

Eine neue Idee bewegt uns gerade: Reintraud Schunn, Ärztin in Sindelfingen und leidenschaftliche Malerin gestaltet Grußkarten mit Motiven ihrer Bilder, die auch auf www.reintraud-schunn.de zu sehen sind. Das Motiv "Explosiv" kann als Klapp-Karte im Format A6 beim Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belarussische Kinder bestellt werden. Bitte haben Sie ein wenig Geduld, die Karten werden losweise bestellt, sobald ausreichend Interessenten vorhanden sind.

Bitte schreiben Sie an:  info[at]belarus-projekt.org

 
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veranstaltungen 

 

 

 

 

Die Jazz`n Oldies erfreuen uns wieder zum Jahresauftakt mit einem Benefizkonzert am 27.01.2018 um 16.00 Uhr in der Hofkirche Bahnhofstr. 9, 12555 Berlin.

Das diesjährige Motto lautet “Wärmende Klänge für kühle Tage”.
Wir freuen uns mit unseren Gästen auf ein sicher wieder stimmungsvolles Konzert. Für das leibliche Wohl ist wie immer gesorgt.

Der Eintritt ist frei, zur Unterstützung seiner Arbeit erbittet der Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belarussische Kinder am Ausgang eine Spende.

 

 

 

 

 

Nächstes Konzert am 04. März: Junge Virtuosen spielen Werke von Beethoven, Schumann, Saint-Saens und Schubert.

 
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letzte aktualisierung:

06.01.2018 Sie finden uns auch unter www.spendenportal.de

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