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Förderkreis Hilfe für strahlen-

in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Köpenick, vertreten durch den Förderverein Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick e. V.

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2016 -  1986 bis 2016 - 30 Jahre Tschernobyl, 25 Jahre Förderkreis, 5 Jahre Fukushima
Alles keine Feiertage sondern eher (Ge)Denktage und erneut ein Jahr in Aktion.
Swetlana Alexijewitsch, die belarussische Literaturnobelpreisträgerin 2015, zitiert in ihrem Buch „Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft“ (2006) einen Jungen nach der Reaktorkatastrophe:

„Wir haben meinen Hamster zu Hause gelassen. Eingesperrt. Einen kleinen weißen. Wir haben ihm für 2 Tage Futter hingestellt – und sind für immer gegangen.“
Im Gegensatz zu dem Hamster wird der Junge eventuell noch leben, wenn er nicht zu den 2,6 Mio. von der Tschernobylkatastrophe Betroffenen in Belarus gehört, möglicherweise zu den 800.000 verstorbenen Kindern. Angenommen er lebt. Dann ist er wie viele der um 1986 im Katastrophenjahr Geborenen jetzt im zeugungsfähigen Alter. Wie die gleichaltrigen Mädchen jetzt Mütter sein können.
Der lange Einstieg soll mit einigen Fakten zur auch nach 25 Jahren notwendigen Existenz des Förderkreises hinführen...

Lesen Sie hier den kompletten Jahresbericht im pdf-Format

 

 

 

 

 

2015 -  Auch in diesem Jahr heißt es wieder Rückschau halten auf die gemeinsame Arbeit des Förderkreises (FSK). Die letzten zwölf Monate waren gekennzeichnet durch viele Ereignisse, die durch ihre Präsenz in den Medien die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf sich zogen. Es war nicht einfach, in Anbetracht der Situation der Flüchtlinge in unserem Land, die mittlerweile bis in unseren Alltag sichtbar wird, den Fokus auf unser Projekt zu erhalten, Menschen für die Unterstützung unserer Arbeit zu gewinnen und gemeinsam die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Rückblickend können wir jedoch nicht ohne Stolz feststellen, dass wir das Projekt auch unter diesen schwierigen Bedingungen weiter voran gebracht haben...

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Weitere Jahresberichte zum Downloaden im pdf-Format:

 

 

 

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Aktuelle Informationen

 

 

 

 

Swetlana Alexijewitsch, belarussische Literaturnobelpreisträgerin 2015: Kinder berichten (aus "Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft")  

 

   

1. Kind: Ich möchte erzählen, wie meine Oma sich von unserem Haus verabschiedet hat. Sie bat meinen Papa, einen Sack Weizen aus der Kammer zu holen, und hat den Weizen im Garten ausgestreut. „Für die Vögel, die Geschöpfe Gottes.“
Dann hat sie die Eier in ein Sieb gesammelt und in den Hof geschüttet. „Für unseren Kater und unseren Hund.“ Dann hat sie Speck zurechtgeschnitten. „Auch für sie“. Sie hat den Samen aus all ihren kleinen Beutelchen geschüttet: Mohrrüben, Gurken, Perlzwiebeln…Verschiedene Blumensamen….
 

Swetlana Alexijewitsch 2013

   

Foto von Elke Wetzig - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,

Sie hat alles im Garten ausgestreut. „Sollen sie in der Erde leben.“ Und dann hat sie sich vor dem Haus verneigt… Vor dem Schuppen… Sie ist um jeden Apfelbaum herumgegangen und hat sich vor ihm verneigt…  

 

   

 

2. Kind: Wir haben meinen Hamster zu Hause gelassen. Eingesperrt. Einen kleinen weißen. Wir haben ihm für 2 Tage Futter hingestellt – und sind für immer gegangen.  

 

   

 

3. Kind: Früher habe ich gedacht, dass ich nie sterben werde. Jetzt weiß ich, dass ich sterben werde. Im Krankenhaus hat neben mir ein Junge gelegen… Wadik Korinkow… Er hat immer Vögel für mich gezeichnet. Und Häuser. Er ist gestorben. Sterben ist nicht schlimm… Du schläfst ganz, ganz lange. Du wachst nie mehr auf… Ich habe geträumt,  dass ich gestorben bin. Ich hörte meine Mama weinen, da bin ich aufgewacht…  

 

   

 

4. Kind: Ich bin 12 Jahre alt, ich bin Invalide. Mir und meinem Opa bringt der Postbote die Rente ins Haus. Seit die Mädchen in meiner Klasse wissen, dass ich Blutkrebs habe, haben sie Angst, neben mir zu sitzen… Mich anzufassen…
Die Ärzte haben gesagt, dass ich krank geworden bin, weil mein Papa in Tschernobyl gearbeitet hat. Ich bin erst danach geboren worden. Ich habe meinen Papa lieb.
 

 

aus: Swetlana Alexijewitsch: Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft

© 1997 Berlin Verlag in der Piper Verlag GmbH, Berlin

 
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letzte aktualisierung:

28.01.2018 Sie finden uns auch unter www.spendenportal.de

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