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Förderkreis Hilfe für strahlen-

in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Köpenick, vertreten durch den Förderverein Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick e. V.

geschädigte belorussische Kinder

     
über uns aktuelles medizinisches

ERHOLUNG

FÜR KINDER
menschen mit behinderungen partner &
förderer
   
erholung

 

Erholungswochen für Kinder in Rabka / Polen

 

  • nach Tschernobyl-Katastrophe 1986 sind viele belorussischen Gebiete radioaktiv verseucht

  • Anstieg der Erkrankungen belorussischer Kinder und veränderte Krankheitsbilder

  • seit 1991 Erholungsaufenthalte für belorussische Kinder aus sozial schwachen Familien in polnischen Beskiden

  • seit 1998 Beteiligung von Kindern mit Behinderungen

  • Gründe für Aufenthalt in Polen im Vergleich zu Westeuropa:
    - kürzere Reisewege
    - bessere sprachliche Verständigung vor Ort
    - geringere Kosten für Aufenthalt und Verpflegung bei sehr gutem Standard

 

 

Eindrücke von den Erholungswochen 2010

 

Jeder weiß von der Explosion des Atomkraftwerkes in Tschernobyl am 26. April 1986. Allerdings wissen die wenigsten welche Folgen der Reaktorunfall von damals bis heute mit sich bringt. Belorussische Kinder kommen teilweise mit schweren Behinderungen, Krebserkrankungen oder schon mit Herzfehlern zur Welt, was dazu führt, dass diese im frühkindlichen Alter bereits häufig eine hohe Anzahl an Operationen hinter sich haben.

 

Da Belarus weiterhin radioaktiv verstrahlt ist, und auch gesund zur Welt kommende Kinder in verstrahlter Umgebung groß werden, hat sich der Förderkreis Hilfe für strahlengeschädigte belorussische Kinder (FSK) in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Köpenick auf Initiative der Idee einer polnischen Gemeinde hin gegründet. Ziel der Projektarbeit ist es zum einen die Behindertenarbeit in Belarus zu fördern und Fachkräfte weiterzubilden. Des Weiteren werden seit 1999 belorussische Kinder in Polen am Herz operiert und das letzte Ziel, um das es in diesem Bericht gehen wird sind die Erholungswochen, welche belorussischen Kindern in Polen seit 1991 ermöglicht werden.

 

 

Rund 25 Kindern wird, wenn alles gut geht, einmal im Jahr der Weg geebnet für 3 Wochen nach Polen zu fahren, um sich in unverstrahlter Umgebung erholen zu können. Das Auswahlverfahren besteht dabei darin, Kinder aus sozial schwachen Familien in diesem Vorhaben zu finanzieren. 2 Wochen der Kinder werden von belorussischen Betreuern, welche teilweise ihren gesamten Jahresurlaub nehmen, in Zusammenarbeit mit der polnischen Gemeinde Rabka gestaltet. Eine Woche lang organisieren deutsche ehrenamtliche Mitglieder des FSK und junge Erwachsene das Programm in den Erholungswochen.

 

Ich heiße Christine, 21 Jahre alt, und bin dieses Jahr vom 19.06.-26.06.2010 dabei gewesen. Diese eine Woche hat bei mir unglaublich zahlreiche, vielseitige positive Eindrücke hinterlassen, von denen ich schreiben möchte. Obwohl die Kinder uns noch nie zuvor gesehen haben, werden wir sofort warmherzig und freudestrahlend empfangen, als wir nach einer langen Fahrt endlich in Rabka ankommen. Am Abend werden wir offiziell begrüßt, mit tänzerischen, musikalischen und schauspielerischen Darstellungen. Trotz des hohen Altersunterschiedes der Kinder, die zwischen 8 und fast 17 Jahren alt sind nimmt jedes Kind mit großer Begeisterung an den zahlreichen Bastelangeboten unsererseits teil.

 
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Es ist unglaublich, wie man die Kinder mit solchen Beschäftigungen zum Lachen bringen kann. Vieles an Bastelmaterialien, die für uns selbstverständlich sind, kennen die belorussischen Kinder nicht einmal. Faszinierend ist, dass sich schon eine große Traube um den Materialtisch aus interessierten Kindern bildete, wenn der Programmpunkt basteln noch nicht einmal eingeläutet war. Um den Kindern ein Stück näher zu kommen, verteilen wir uns bei den Mahlzeiten an verschiedene Tische. Auch wenn die Kommunikation sehr schwer fällt, da die wenigsten belorussischen Kinder gut Englisch sprechen und wir kaum Russisch beherrschen, hat man es geschafft sich mit Hilfe von Händen und Füßen zu unterhalten.

 

Während man hierzulande merkt, dass Kinder immer unhöflicher werden, könnten die belorussischen Kinder nicht aufmerksamer sein. Man bekommt als Erster Essen aufgetan, wird gefragt, ob man noch was möchte und wird immer wieder herzlich angelächelt, was ebenfalls die Dankbarkeit widerspiegelt. Am Mittwoch findet eine gemeinsame Floßfahrt statt. Die Kinder freuen sich riesig, dass wir mitfahren und genießen es neben einem zu sitzen.

 

Ich habe noch nie in meinem Leben so eine Dankbarkeit erlebt und auch die Fähigkeit sich so schnell begeistern zu lassen kenne ich nicht. Man fährt nach Hause und fühlt sich erfüllt, weil man Menschen glücklich gemacht hat, einen Eindruck bei den Kindern hinterlassen hat und vieles mitnimmt.

 

 

   Christine Schubach

 

 

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© 2003-2010

letzte aktualisierung: 23.07.2010

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