| Förderkreis: HILFE FÜR STRAHLENGESCHÄDIGTE BELORUSSISCHE KINDER | ![]() |
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| Seit 1990 wird eine Idee zur Tat. Damals war der Schrecken, den die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (Ukraine) noch Jahrzehnte für Menschen bringen wird, schon kaum noch im öffentlichen Blickfeld. Aus dem polnischen Kraków kam der Gedanke, strahlengeschädigten Kindern aus Belarus (Weißrussland) zu helfen, auch um den Betroffenen zu signalisieren, dass sie nicht vergessen sind. Diese Idee kam in Berlin an. | |||||
| Seit 1991 wurde dreierpartnerschaftlich organisiert. Austragungsland wurde zunächst im Wesentlichen Polen. Hier wurden und werden mehrwöchige Erholungsaufenthalte für Kinder aus der Stadt und dem Gebiet Mogilev organisiert, später kamen medizinische Spezialbehandlungen (vorwiegend schwierige Herzoperationen) und Heilkuren hinzu. Fachpraktika und sonstige Weiterbildungen für belorussische ÄrztInnen gehören inzwischen genauso zum Projekt wie intensive Kontakte zu verschiedenen Mogilever nichtsstaatlichen Organisationen (NGOs), die im Bereich Behindertenarbeit und humanitäre Hilfe für bedürftige soziale Bevölkerungsgruppen (kinderreiche Familien, Waisenkinder, Behinderte, Rentner u.a.) aktiv sind. | |||||
| Seit
Ende der 1990er Jahre hat der Förderkreis Kontakte zu
Selbsthilfestrukturen im Bereich der Behindertenhilfe in Belarus. Ab
2003 wurde der Aufbau von werktherapeutischen Bereichen (Hauswirtschaft,
Küchenarbeit / Kochen, Wäscherei/Bügeln, Nähen, Keramik) in einer
Tagesförderstätte für Kinder mit Behinderungen bis 18 Jahren in
Mogilev unterstützt.
Inzwischen werden die Weiterbildungsaktivitäten im Bereich der Förderung
von Kindern und Jugendlichen mit schweren und mehrfachen Behinderungen
intensiviert. Weiterhin beabsichtigt der Förderkreis, zum Aufbau von
Angebotsstrukturen im Bereich der beruflichen Rehabilitation und Beschäftigung
für Erwachsene mit Behinderungen beizutragen. Mit dem Engagement vor Ort wird großer Wert auf die Stärkung von nichtstaatlichen Initiativen und auf deren länderübergreifende Vernetzung gelegt. Mit den Projekten sollen übertragbare Modelle und langfristig unabhängige Strukturen geschaffen werden. (detaillierte Infos zu diesen Aktivitäten s. 'selbsthilfe'). |
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| Tatsache ist, dass besonders die Kinder in Belarus, wo 1986 ca. 70% des radioaktiven Fallouts niedergingen, unter den extrem verschlechterten Lebensbedingungen zu leiden haben. Die medizinischen Möglichkeiten zur Diagnose und Therapie von Krankheiten, die direkt durch die Strahlenemission hervorgerufen wurden und werden, sind unzureichend. Außerdem verlaufen auch "normale" Krankheiten, bedingt durch das stark geschwächte Immunsystem, viel unberechenbarer und gefährlicher. Am häufigsten treten Blut- und Schilddrüsenerkrankungen auf. | |||||
| Der Nahrungsmittelbedarf wird in Belarus fast vollständig aus eigener, belasteter Produktion gedeckt. Erholungsmöglichkeiten im Land können den Menschen kaum angeboten werden, Auslandsaufenthalte sind den meisten aus finanziellen Gründen unmöglich. | |||||
| Nach Meinung anerkannter Wissenschaftler ist eine entscheidende Verringerung des Kontaminierungsgrades von Wasser, Boden und Luft in den nächsten Jahrzehnten nicht zu erwarten. Von dem früher als angenommen brüchig gewordenen Sarkophag des ukrainischen Unglücksreaktors geht ebenfalls eine zunehmende Gefahr aus. Schätzungen gehen davon aus, dass bis heute ca. 65 Mio. Bewohner der am meisten betroffenen Gebiete in der Ukraine, in Belarus und Russland, beträchtliche Strahlenmengen absorbierten. | |||||
| Hier kann das Infoblatt (230kb) des Förderkreises im pdf-Format heruntergeladen werden. (Stand Juni 2005) | |||||
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